Eröffnung der FröbelDekade mit Präsentation LEADER-Projekt

Nachricht, veröffentlicht von Doreen Handke am 22.04.2013

Am 21.04.2013 - dem Geburtstag des großen Reformpädagogen - wurde die FröbelDekade mit dezentralen Veranstaltungen in Oberweißbach und Bad Blankenburg eröffnet. Damit bot sich ein würdiger Rahmen, das LEADER-Projekt "Aufbereitung und Präsentation von Friedrich Fröbels Mutter- und Koseliedern", das im Jahr 2012 umgesetzt und eine Testphase im Fröbelmuseum Oberweißbach bestanden hat, der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das Projekt der Stadt Oberweißbach war als Baustein der FröbelDekade durch das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera gefördert und aus dem Regionalbudget der LEADER Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt finanziert worden.

Seit dem Einreichen des Förderantrags im Oktober 2011 haben die Akteure mit Unterstützung des Leader Managements an der Vorbereitung der FröbelDekade gearbeitet. Im Oktober 2012 hat sich unter Leitung der Stadt Bad Blankenburg eigens zu diesem Zweck ein Fröbel-Kreis konstituiert. 

Fröbels Mutter- und Koselieder sind eine Anleitung für Familien zum gemeinsamen Anschauen und Spielen. Die Bilder, in denen viele Motive aus dem Schwarzatal zu finden sind, hat Fröbel im Jahr 1844 in einem Buch festgehalten. Die Vertonung der Verse war lange Zeit nicht verfügbar. Im Jahr 1994/95 hat der damalige Oberweißbacher Kantor Torsten Sterzik die Musik für Klavier und Gesang neu arrangiert und gemeinsam mit den Frauenchören aus Oberweißbach, Neuhaus, Schleusingen und Steinheid sowie den Oberweißbacher Kindergartenkindern auf einer Tonbandkassette eingespielt. Im Rahmen des LEADER Projektes wurden die alten Aufnahmen in digitaler Qualität aufbereitet. Die Musik kann nun in die Museums- und praktische Arbeit der Fröbelstätten und Fröbeleinrichtungen der Region einbezogen werden.

Im Oberweißbacher Fröbelmuseum schaffen die Mutter- und Koselieder, die nun immer leise im Hintergrund zu hören sind, eine ganz besondere Atmosphäre. Wer mehr erfahren will, kann via iPod 15 Mutter- und Koselieder über Kopfhörer hören und ein vom Fröbel-Verein gestaltetes Begleitheft mit Bild- und Textauszügen aus Fröbels Buch "Mutter- und Koselieder" studieren. Das Buch aus dem Jahr 1844 wurde zuletzt 1982 von der Mitteldeutschen Verlagsgesellschaft aufgelegt. Nur noch wenige Exemplare sind erhältlich. Um so wichtiger war es, den Inhalt des Buches in neuer Form verfügbar zu machen. Das Anliegen der Mutter- und Koselieder - das gemeinsame Spiel von Eltern und Kindern - ist heute so aktuell wie vor 200 Jahren.

Quelle: Ines Kinsky, LEADER-Management RAG Saalfeld-Rudolstadt

mehr Informationen unter www.leader-saalfeld-rudolstadt.de