Studie zu Beschäftigungseffekten der GAP in der ostdeutschen Landwirtschaft

Nachricht, veröffentlicht von Doreen Handke am 31.01.2011

In der Debatte um die Gemeinsame Agrarpolitik wird die Sicherung von Arbeitsplätzen häufig als Argument angeführt. Eine IAMO-Analyse zeigt aber, dass viele Maßnahmen keine oder sogar negative Auswirkungen auf die Beschäftigung in der Landwirtschaft haben, erläutert Martin Petrick, Leiter der Abteilung Rahmenbedingungen des Agrarsektors und Politikanalyse am Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO).

Petrick und Zier untersuchten in der Studie die Effekte von Zahlungen in 69 Landkreisen Brandenburgs, Sachsens und Sachsen-Anhalts mit Hilfe eines aus der Arbeitsmarktforschung bekannten statistischen Verfahrens.

Die Direktzahlungen an die Landwirte, die den Löwenanteil der GAP-Beihilfen bilden, wirken sich der Studie zufolge negativ auf die Beschäftigungssituation in der ostdeutschen Landwirtschaft aus. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Fördermittel in arbeitssparende Rationalisierungsmaßnahmen investiert wurden. Andere Maßnahmen hatten überhaupt keine Beschäftigungseffekte. Positiv wirkten sich allein Investitionsbeihilfen und Agrarumweltmaßnahmen aus.

Details zu den Ergebnissen können im IAMO Policy Brief „Beschäftigungseffekte der Gemeinsamen Agrarpoltik in der ostdeutschen Landwirtschaft“ nachgelesen werden. Das Papier steht auf www.iamo.de, der Homepage des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa, allen Interessierten zum Download zur Verfügung.

Quelle: www.netzwerk-laendlicher-raum.de