Reinholz setzt auf stärkere Zusammenarbeit der Ressorts im ländlichen Raum

Nachricht, veröffentlicht von Doreen Handke am 01.11.2011

Nach den Vorstellungen des Thüringer Ministers für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz soll die Zusammenarbeit der Ressorts bei der Landentwicklung verstärkt werden. „Ländliche Regionen brauchen unbedingt eine zentrale Strategie für die Region als Ganzes. Deshalb sind Kooperation und Kommunikation die Kernelemente einer erfolgreichen ländlichen Entwicklung“, sagte Minister Jürgen Reinholz am 27. Oktober 2011 anlässlich der Eröffnung der LEADER-Zukunftskonferenz auf Schloss Ettersburg bei Weimar.

Aufgrund der guten Erfahrungen mit LEADER solle das Programm sein Förderspektrum erweitern und gleichzeitig unkomplizierter werden, so Reinholz.

Einst ein eigenständiges EU-Programm zur ländlichen Entwicklung, steht LEADER seit 2007 für ein grundlegendes Prinzip der Förderung aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER). LEADER setzt auf die Einbindung der Akteure vor Ort: In so genannten Regionalen LEADER-Aktionsgruppen (RAG) definieren sie eigene Entwicklungsziele und entscheiden mit über konkrete Projektförderungen. In Thüringen arbeiten zurzeit mehr als 700 Menschen ehrenamtlich in einer der 15 RAG mit. Von 2007 bis 2013 stehen für LEADER im Freistaat rund 45 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

Die aktuelle Förderperiode endet im Jahr 2013. Im Zuge der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik will die Europäische Union danach auch die Förderung des ländlichen Raumes neu ausrichten. Thüringen werde sich intensiv in die Diskussion der EU-Vorschläge einbringen, sagte Minister Reinholz. „Wir wünschen uns weniger Verwaltungsaufwand bei der Förderung und eine bessere Abstimmung mit anderen Programmen der Strukturförderung.“

Im Rahmen der Zukunftskonferenz am 27. und 28. Oktober ziehen die Akteure aus den RAG gemeinsam mit der Thüringer Verwaltung eine Zwischenbilanz der laufenden Förderperiode. Anschließend können die Tagungsteilnehmer ihre eigenen Wünsche an die Förderpraxis ab 2014 formulieren. Ganz nach dem Motto der Konferenz: gelebte Subsidiarität.

Die LEADER-Zukunftskonferenz ist die erste Fachveranstaltung der Akademie Ländlicher Raum. Mehr dazu unter www.alr-thueringen.de.

Quelle: Andreas Maruschke, Pressesprecher, TMLFUN