LEADER unterstützt beim Weg in die Selbständigkeit

Nachricht, veröffentlicht von Doreen Handke am 06.11.2017

Dank der Unterstützung der RAG Henneberger Land kann eine Existenzgründerin mit ihrer eigenen Kreativ-Werkstatt starten.

Katja Schreiber in ihrer Werkstatt in Schmalkalden-Weidebrunn. Hier bringt sie per Lasertechnik - im Hintergrund - beispielsweise auf Teigrollen Gravuren auf. , Foto: RAG Henneberger Land e.V.
Katja Schreiber in ihrer Werkstatt in Schmalkalden-Weidebrunn. Hier bringt sie per Lasertechnik - im Hintergrund - beispielsweise auf Teigrollen Gravuren auf. , Foto: RAG Henneberger Land e.V.

Katja Schreiber ist Existenzgründerin. In ihrer Werkstatt in Schmalkalden-Weidebrunn steht eine hochmoderne Laseranlage. Viele hübsche und zweckmäßige Dinge werden hier in Kleinserien entstehen, ebenso wird sie auch Produkte und Dienstleistungen im Bereich Lasergravier- und Schneidtechnik anbieten. Angefangen hatte alles mit der Suche nach einem Geschenk. Katja Schreiber wurde fündig und entdeckte im Internet eine Teigrolle mit einem Muster, mit der man Kuchen, Salzteig oder Plätzchen ein Relief geben kann. „Das hat mir sehr gefallen. Seitdem habe ich überlegt, wie ich so etwas selbst herstellen könnte“, erzählt sie und recherchierte. Die Idee, mit einer eigenen Kreativwerkstatt in die Existenzgründung zu starten, reifte. Unterstützt wurde dies dadurch, dass Katja Schreibers Vertrag an der Hochschule Schmalkalden endete. Hier hatte sie ihr Diplom in der Fachrichtung „Betrieblicher Umweltschutz“ erworben und ihr Wissen um nachwachsende Rohstoffe vertieft. Danach war Sie in der Forschung auf den Gebieten Bioenergie und Nachwachsende Rohstoffe von 2007 bis 2017 tätig. Eine spezielle Richtung, für die es in der Region wenige Jobs gibt. „Mein Mann und ich wollten aber gerne mit unserem Sohn hier bleiben“, sagt die 39-jährige aus Floh-Seligenthal. So blieb erst einmal nur der Gang zur Arbeitsagentur. Gedanklich begannen die Vorbereitungen für die Selbständigkeit. „Von Anfang an war klar, dass ich dies nicht ohne Förderung in Angriff nehmen kann.“ Über einen ehemaligen Kollegen aus der Hochschulzeit bekam Katja Schreiber den Tipp, sich an die Regionale Aktionsgruppe LEADER „Henneberger Land“ zu wenden. Hier sind Akteure vereint, die die Entwicklung im ländlichen Raum nach vorne bringen und auch über die Vergabe von Zuschüssen entscheiden. „Dort stieß ich gleich auf offene Ohren mit meinem Vorhaben. Als ich mein Konzept schrieb und mich auch mit den Zielen von LEADER befasste, merkte ich schnell, dass diese Richtung genau das ist, was ich will – nämlich in der Region etwas bewegen gemäß dem Motto der RAG – Gemeinsam WERTE schätzen und WERTE schöpfen – , damit Wertschöpfung hier bleibt. Ich kann Arbeit schaffen, filigrane und schöne Produkte entwickeln und auf heimische Partner und Materialien setzen.“ Der LEADER-Gesamtvorstand und das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Meiningen gaben grünes Licht für die Förderung. Die Investitionen in die eigene Werkstatt umfassen sowohl die Lasertechnik, die IT-Hard- und Software zur Grafikerstellung, als auch die eigene Webseite. Ein Online-Shop ist zudem geplant. 60 Prozent konnten über die RAG LEADER gefördert werden.
Offiziell gestartet ist die Jungunternehmerin am 1. September 2017. Seither hat Katja Schreiber bereits einige kleinere Aufträge erledigt. „Viel Zeit verwende ich auch darauf, Lasergravuren auf verschiedenen Materialien auszutesten.“ So arbeitet sie mit Holz, Papier, Kunststoff, Leder, Gummi oder Stein. „Leistung und Schnelligkeit sind einstellbar – von 1 bis 100 Prozent. Hier kann ich variieren und die optimale Machart auswählen.“ Auch sucht sie Kontakt zu weiteren Partnern. So hat sie Kuchenrollen bei einem Drechsler aus Steinbach-Hallenberg bestellt, die dann ein schönes weihnachtliches Muster bekommen sollen. Sie weiß, dass es die Kuchenrollen anderswo von der Stange preisgünstiger gibt. „Aber ich will handwerklich tätig sein und mit Menschen aus der Umgebung zusammenarbeiten.“ Und so wird sie in den nächsten Wochen vorproduzieren für das ein oder andere Geschenk zu den Festtagen. Ihre Produkte will sie direkt über Märkte oder kleine regionale Läden an den Mann bringen. Darüber hinaus hat sie bereits eine Menge Ideen, die sie Stück für Stück umsetzen will.

Quelle: Pressemitteilung der RAG Henneberger Land e.V.