Ein Herz für Kurzstreckenprodukte

Nachricht, veröffentlicht von Doreen Handke am 11.10.2011

Bundesweiter Tag der Regionen klärte über Vorteile regionaler Produkte auf.

In beeindruckenden Aktionen warben am Tag der Regionen 2011 über Tausend
Veranstalter für eine Kilometerdiät unserer täglichen Versorgung. Wie dies vor
Ort aussah, das schauten sich sechs Landesminister und mehr als eine halbe
Million Besucherinnen und Besucher im Aktionszeitraum vom 23. September bis
9. Oktober genauer an.
Den Auftakt zum Tag der Regionen in Rheinland-Pfalz bildete der Bad Kreuznacher
Erlebnis-Bauernmarkt „Gutes liegt so Nahe“. Direktvermarkter, darunter 22 Betriebe der
Regionalmarke SooNahe, Kunsthandwerk und Infostände boten Qualität aus der Region.
Zu gewinnen gab es die „SooNahe-Beziehungskiste“ voller ausgewählter regionaler
Lebensmittel zur Pflege einer guten Beziehung zur Region von Nahe und Hunsrück.
Eröffnet wurde der Markt von Ulrike Höfken, Staatsministerin für Umwelt, Landwirtschaft,
Ernährung, Forsten und Weinbau, die in ihrem Grußwort betonte: „Lebendige Regionen,
in denen die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen miteinander vernetzt sind und
miteinander im Gespräch bleiben, sind die Basis für Lebensqualität und wirtschaftliche
Entwicklung zum Vorteil aller Menschen.“
Mit unglaublicher Dynamik entwickelte sich der Tag der Regionen im Landkreis Fulda.
Dort organisierte das Regionalforum Fulda Südwest - wie jedes Jahr - die hessische
Zentralveranstaltung, diesmal gemeinsam mit der Gemeinde Flieden. 100 Betriebe und
etwa 50 Vereine, sprich die Hälfte aller Fliedener Vereinigungen, präsentierten sich in den
Straßen um das Rathaus. Auch hier konnten die Veranstalter Besuch aus dem
Ministerium begrüßen: Die hessische Schirmfrau Lucia Puttrich, Ministerin für Umwelt,
Energie, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz hielt der Eröffnungsansprache.
Der Verein denkMal und Leben richtete eine zentrale Veranstaltung in Sachsen-Anhalt in
Havelberg aus. Kernpunkt der Aktion war die feierliche Eröffnung der, nach über
zweijähriger Sanierung fertig gestellten, ehemaligen Domkurie durch Landwirtschaftsund
Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens. In Zusammenarbeit mit dem Prignitz-
Museum, Biosphärenreservat Mittelelbe, evangelischen Kirchengemeinde Havelberg,
Förderverein Naturschutz im Elb-Havel-Winkel und der Stadt Havelberg wurde an drei
Tagen ein reichhaltiges Programm zur Präsentation der regionalen Aktivitäten und
Produkte angeboten. Zukünftig soll die Domkurie Raum für Veranstaltungen bieten und
den Verein in seinen Bemühungen zur Stärkung der Region unterstützen.
Direkt am Jungfernstieg in Hamburg haben sich die Partner der im Aufbau befindlichen
länderübergreifenden Regionalinitiative „Aus der Region – für die Region“ acht Tage lang
mit ihren Produkten im Rahmen eines Nachhaltigkeitsmarktes präsentiert. Der
Schirmherr des Tag der Regionen Hamburg, Senator Frank Horch war beeindruckt von
dem Interesse der Besucher und der Vielfalt der regionalen Produkte aus dem gesamten
norddeutschen Raum. Bei seinem Rundgang bestärkte er die Erzeuger „ihre
glaubwürdigen Regionalprodukte auch als Visitenkarten der ländlichen Räume
Norddeutschlands zu positionieren“. Aus Sicht von Senator Horch „kommt der Hansestadt
Hamburg bzw. der Metropolregion Hamburg eine wichtige Rolle als Kommunikations- und
Absatzplattform zu“.
Genüsse zum Tag der Regionen bot die bayerische Abschlussveranstaltung im
Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim. Als Ehrengast hielt Lebensminister Dr.
Markus Söder die Festrede. Er sagte: „Ein Bekenntnis zu Heimat und Kultur ist immer
auch ein Bekenntnis zu uns selbst.“ Er betonte, dass es besonders wichtig sei, Land und
Natur kennen zu lernen. Kinder täten sich hiermit zunehmend schwer. Der Bezirk
Mittelfranken sowie seine beteiligten Einrichtungen wie die Landwirtschaftlichen
Lehranstalten Triesdorf, der Landschaftspflegeverband Mittelfranken und die
Fachberatung für das Fischereiwesen sowie die Regionalbewegung Mittelfranken
betrieben seit Jahren hervorragende Bewusstseinsbildung in diesem Bereich.
Der Westerzgebirgische Öko- und Streuobstmarkt in Schneeberg, organisiert vom
Landschaftspflegeverband „Westerzgebirge“ e.V., bildete den Abschluss in Sachsen. Der
Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Frank Kupfer wurde vor Ort fachkundig
über die in ökologischem Anbau bzw. natur- u. umweltgerecht hergestellten Produkte der
Region informiert. „Ob beim Wohnen, Arbeiten oder Erholen – in den regionaltypischen
Dörfern und Kleinstädten fühlen sich viele Menschen wohl. Dort ist die Heimat zahlreicher
Vereine, vieler Traditionen und verschiedenster kultureller Angebote. Dort gibt es
unterschiedlichste Kulturlandschaften, die für sächsische ldentität und Lebensqualität
stehen“, so der Minister in seinem Grußwort.
Bei aller Freude über das Interesse der Politik – erstmalig haben in diesem Jahr in elf
Bundesländern die jeweiligen Minister aus Umwelt-, Landwirtschaft- und
Wirtschaftsministerien die Schirmherrschaft für den Tag der Regionen übernommen –
darf nicht vergessen werden, dass diese bundesweite Schau regionaler Vielfalt das
Ergebnis vieler engagierter Menschen ist. Vor Ort manchmal als Einzelkämpfer aber
inzwischen oft schon in breiten Netzwerken aktiv, zeigen sie die Vorteile regionaler
Produkte.
Alle Aktionen finden Sie unter www.tag-der-regionen.de

Quelle:

Koordinationsbüro Süd, Gisela Endt, Museumstraße 1, 91555 Feuchtwangen, Tel. 09852-1381, Fax 09852-615291, E-Mail:
bund-sued@tag-der-regionen.de
Koordinationsbüro Nord, Brigitte Hilcher, Zur Specke 4, 34434 Borgentreich, Tel. 05643-948537, Fax 05643-948803, E-Mail:
bund-nord@tag-der-regionen.de